
Psoriasis im Internet
Betroffene suchen im Netz nach Unterstützung
Psoriasispatienten suchen im Internet nach fachkundigen Informationen und dem Kontakt zu anderen Betroffenen. Dadurch entstehen stetig wachsende Netzwerke, die den Umgang mit der Krankheit erleichtern können.
Im Internet nach Informationen zur Schuppenflechte zu suchen und sich mit anderen Erkrankten auszutauschen, ist für viele Betroffene mittlerweile ganz alltäglich im Umgang mit der Hautkrankheit geworden. Das offenbart eine neue Studie aus Amerika. Darin suchten Wissenschaftler auf fünf verschiedenen Psoriasisportalen nach Nutzern und befragten sie zu ihrer Zufriedenheit mit den bestehenden Angeboten.
Psoriasis ist für die meisten Betroffenen nicht einfach nur eine Hauterkrankung. Das äußerliche Erscheinungsbild, das Befinden in der "eigenen" Haut, das Sexualleben, die finanzielle Belastung - in vielen dieser Aspekte fühlen sich die Patienten durch die Krankheit beeinträchtigt und beklagen dabei mangelhafte Unterstützung durch Mitmenschen oder behandelnde Ärzte. Jeder zehnte Betroffene, so ergab eine Befragung, hat schon einmal an Selbstmord gedacht.
Internetportale zum Thema Psoriasis bieten den Patienten neue Wege zur sozialen Interaktion. Hier können sie sich anonym oder offen mit anderen Betroffenen austauschen und bei speziellen Problemen Rat suchen. Auf die Anfrage der Forscher in den fünf Psoriasisportalen meldeten sich Patienten aller Altersgruppen von 18 bis 75 Jahren, wobei 18 das festgesetzte Mindestalter für die Studienteilnahme war. Frauen waren mit 60 Prozent in der Mehrheit.
Rund drei Viertel der Teilnehmer gaben an, an einer mittelschweren bis schweren Form der Schuppenflechte zu leiden. Allerdings beurteilten fast 80 Prozent ihren aktuellen Gesundheitszustand als durchschnittlich oder besser - ein Hinweis darauf, dass sich die Nutzung des Internetportals offenbar vorteilhaft auswirkt. Fast die Hälfte der Teilnehmer berichtete, dass sich, seitdem sie die Internetseiten besuchten, ihre Lebensqualität gebessert habe. Genutzt wurden die Portale vor allem für den Austausch von Informationen, wobei die Zufriedenheit der Internetbesucher mit der Qualität der angebotenen Seiten hoch war.
Noch, so die Forscher, seien Psoriasispatienten im Internet eine kleine, erst im Entstehen begriffene Community. Die Kommunikationsmöglichkeiten und Potenziale der Internetportale sollten jedoch erkannt und bei der Betreuung der Betroffenen genutzt werden.








